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Die ursprüngliche Herkunft von Jumbo und Nigrita

An der University of Oulu wird derzeit wichtige genetische Forschung betrieben, die direkt zum Schutz der Galápagos-Riesenschildkröten beiträgt. Im Zentrum steht die Frage: Von welcher Insel stammen einzelne Tiere in Europa ursprünglich? Diese Information ist entscheidend für erfolgreiche Zucht- und Wiederansiedlungsprogramme.

 

Probennahme im Schildkrötengehege - Foto: Tim Benz/Zoo Zürich
Probennahme im Schildkrötengehege - Foto: Tim Benz/Zoo Zürich

Wissenslücken bezüglich der Herkunft

Viele heute in europäischen Zoos lebende Riesenschildkröten haben eine unklare Herkunft. Historische Verschleppungen durch Seefahrer und unkontrollierte Importe nach Europa haben ihre Abstammung verwischt. Für den Artenschutz ist das jedoch ein Problem: Nur wenn Tiere korrekt ihren evolutionären Linien zugeordnet werden, ist es möglich die Nachkommen für eine potenzielle Auswilderung zu berücksichtigen.

 

Gemeinsam mit dem Zoo Zürich untersucht das Biodiversity Genomics Team in Oulu nun genetisch die Tiere des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP).  https://biodiversitygenomics.org/2026/03/05/the-origin-of-jumbo-and-co-genetic-study-in-oulu-supports-zurich-zoo-and-the-european-conservation-breeding-programme-of-galapagos-giant-tortoises/ 

 

Der Zoo Zürich gilt als erfolgreichster Züchter von Galápagos-Riesenschildkröten in Europa. Ziel ist es, durch DNA-Analysen die genaue Herkunftsinsel einzelner Tiere – darunter auch das 215 Kilogramm schwere Männchen „Jumbo“ – zu bestimmen. 

 

Doktorand Gerrit nach Probennahme mit den Schildkröten - Foto: Tim Benz/Zoo Zürich
Doktorand Gerrit nach Probennahme mit den Schildkröten - Foto: Tim Benz/Zoo Zürich

Innovative Forschung

Neben Blutproben werden auch Kotproben untersucht. Auf diese Weise will man feststellen, ob genetische Analysen künftig auch nicht-invasiv möglich sind. Gelingt dies, könnten Wildpopulationen auf den Galápagos-Inseln schonend genetisch überwacht werden – ein grosser Fortschritt für den praktischen Naturschutz.

 

In den kommenden Monaten werden weitere Proben aus europäischen Zoos in Finnland analysiert. Die Ergebnisse sollen helfen, die Zukunft der europäischen Ex-situ-Population strategisch zu planen und den Schutz dieser stark bedrohten Art langfristig zu sichern. 

 

Sammeln von Kotproben der Schildkröten - Foto: Tim Benz/Zoo Zürich
Sammeln von Kotproben der Schildkröten - Foto: Tim Benz/Zoo Zürich

Gemeinsamer Einsatz für den Naturschutz

Das Projekt des Zoo Zürich https://www.zoo.ch wird vom Verein Freunde der Galápagos-Inseln Schweiz, der Ventura Wildlife Foundation https://www.cassioburyfarm.co.uk/ ventura-wildlife-foundation/ & Ventura Wildlife Services unterstützt – ein wichtiger Beitrag zur Verbindung von Forschung, Zoos und Naturschutz vor Ort.