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Ein leuchtend roter Hoffnungsschimmer braucht Ihre Hilfe

Ein  winziger  Vogel mit rubinrotem  Gefieder,  der furchtlos auf  Menschen zukommt – neugierig,  lebendig und voller Charme.

 

Der Kleine Rubintyrann (Pyrocephalus nanus).

 

Er war einst ein vertrauter Anblick in den landwirtschaftlichen Zonen von Santa Cruz, Galápagos. Doch der Kleine Rubintyrann ist bereits auf mehreren Galápagos-Inseln vollständig ausgestorben. Auf Santa Cruz, wo er einst in grosser Zahl lebte, gibt es nur noch eine winzige Population von 10 Brutpaaren – versteckt in einem abgelegenen Nebelwald namens Mina de Granillo Rojo.

 

Männlicher Rubintyrann - Foto: C. Haas
Männlicher Rubintyrann - Foto: C. Haas
Weiblicher Rubintyrann - Foto: C. Haas
Weiblicher Rubintyrann - Foto: C. Haas

Erfolg nach langem Engagement

Seit 2019 kämpft das engagierte Landvogel-Team von Dr. Sabine Tebbich um das Überleben dieser Art. Mit innovativen Methoden – wie Dispensern, die mit vogelverträglichen Insektiziden behandelte Federn enthalten – schützen die Forschenden die Nester vor der Vogelvampirfliege. Die Vögel nutzen diese Federn zum Nestbau, wodurch die Fliegenmaden effektiv abgewehrt werden.

 

Das Ergebnis: In der Brutsaison 2025 wurden 40 Rubintyrann-Küken erfolgreich flügge – ein Rekord!

Der Arterhalt Muss gesichert werden

Doch die Population bleibt gefährlich klein. Um das langfristige Überleben der Vögel zu sichern, müssen neue Populationen in geeigneten Lebensräumen aufgebaut werden. Dazu ist es wichtig:

 

• Geeignete Standorte zu identifizieren 

   Anhand von Satellitenbildern und Vegetationskarten, werden landwirtschaftliche Flächen gefunden, die:

          - Eine Mischung aus Bäumen, Sträuchern und niedrigem Weideland bieten

          - Lebensraumkorridore zur bestehenden Population bilden

          - Über ausreichend Nahrung für die insektenfressenden Vögel verfügen

• Die Nahrungsverfügbarkeit sicherzustellen

   Feldstudien prüfen, ob genügend Insekten – Raupen, Spinnen, Grillen – insbesondere während der Brutzeit, vorhanden sind. 

   Auch wird der Einfluss von Pestiziden und invasiven Feuerameisen untersucht.

• Die Bevölkerung einzubeziehen

   Lokale Landwirte werden im Umgang mit Federdispensern geschult. Diese einfache, aber wirkungsvolle Massnahme    

   ermöglicht es der Bevölkerung, aktiv am Schutz ihrer geliebten Vögel teilzunehmen.

• Die Umsiedlung zu planen

   Mit gesicherten Standorten und aktiver Unterstützung der Gemeinde können junge Rubintyrannen erfolgreich umgesiedelt

   werden und dort neue Populationen aufbauen.

Zwischen Scalesienbäume gespannter Dispenser mit präpariertem Nestmaterial - Foto: C. Haas
Zwischen Scalesienbäume gespannter Dispenser mit präpariertem Nestmaterial - Foto: C. Haas

Gemeinsam ist es Möglich

Der kleine Rubintyrann ist mehr als nur eine schöne Vogelart. Einheimische und Touristen lieben diesen Vogel – er ist ein farbenprächtiges Fotomotiv der Galápagos-Inseln. Sein Wohlergehen ist ein Indikator für die Gesundheit des gesamten Ökosystems. Darüber hinaus helfen die Massnahmen für den Rubintyrann auch anderen bedrohten Vogelarten.

 

Gemeinsam können wir den Kleinen Rubintyrann in seine alten Lebensräume zurückbringen.

 

Seien auch Sie Teil dieserErfolgsgeschichte!