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Schutz der Galápagos-Riesenschildkröten

Sie sind nicht nur die grössten landlebenden Schildkröten, sie repräsentieren die Galápagos-Inseln wie kein anderes Tier und werden auch die Gärtner der Galápagos genannt. Durch ihren massigen Körperbau brechen sie die Vegetation auf, vertikutieren den Boden und sorgen mit ihrem Dung für die Verbreitung von Pflanzen.  

 

Ursprünglich dominierten diese Tiere die Inseln, doch durch den Fleischbedarf der Seefahrer wurden ihre Bestände bis zum Aussterben hin dezimiert. Durch Zuchtstationen wurde es möglich verbliebene Bestände zu stärken, sodass die es heute wieder rund 25‘000 Riesenschildkröten auf Galápagos gibt. Ausserdem wird seit Jahren daran gearbeitet, ausgestorbene Unterarten mit Tieren, die einen grossen Genanteil ihrer ausgestorbenen Verwandten verfügen, zurückzuzüchten. Trotzdem sind alle Galápagos Schildkröten von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet oder vom Aussterben bedroht eingestuft.

Galápagos-Riesenschildkröte - Foto: Christian Ziegler/GTMEP
Galápagos-Riesenschildkröte - Foto: Christian Ziegler/GTMEP

Es gibt viele bedrohungen

Nach wie vor geht die grösste Bedrohung der Riesenschildkröten von uns Menschen aus. Von uns eingeführte, Invasive Arten wie Katzen, Ratten und Schweine fressen die Eier und Jungtiere, Strassen und Felder liegen auf den altbekannten Wanderrouten der Schildkröten, wodurch es immer wieder zu tödlichen Unfällen kommt. Bei Gesundheitsuntersuchungen der Schildkröten nahe menschlicher Siedlungen und Landwirtschaften, wurde festgestellt, dass die Tiere, bei Schildkröten unbekannte Viren und antimikrobielle Resistenzen aufweisen und im Kot der Tiere wurden sogar Reste von fortgeworfenen OP-Masken gefunden.

Selbst der Klimawandel stellt eine Gefahr für die Riesenschildkröten-Bestände dar, denn bei hohen Umgebungs-temperaturen der Gelege, schlüpfen bevorzugt weibliche Jungtiere. Die fehlenden männlichen Schildkröten, führen, dass viel zu wenig Jungtiere schlüpfen.  

 

Darum unterstützen wir die von Steven Blake gegründete Organisation Galapagos Tortoise Movement Ecology Programme (GTMEP). Das Team des GTMEP versieht die Schildkröten mit Satellitensendern, um so ihre Wanderungen zu verfolgen. Durch Sammeln von Kotproben und Blutuntersuchungen ist es möglich den gesundheitlichen Zustand der Tiere festzustellen. Inzwischen werden Röntgenuntersuchungen in freier Wildbahn durchgeführt, um festzustellen ob wandernde Schildkröten einen grösseren Fortpflanzungserfolg haben als stationär lebende Tiere haben. All diese Informationen helfen den Tieren ihr natürliches Umfeld und gewohnten Lebensraum zu erhalten.

Foto 1 and 3: Christian Ziegler/GTMEP; Foto 2:  www.follow-elli.de

 

Jeder hilft mit

Hierzu gehört auch die umfassende Einbindung der Bevölkerung, durch Exkursionen oder Informationsveranstaltungen. Leider haben nur wenige junge Menschen auf Galápagos die Möglichkeit, Riesenschildkröten in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Darum werden Schulprojekte durchgeführt, bei denen die Schüler mehr über das Leben und die Anatomie der Schildkröten erfahren oder sehen, wie die Tiere mit Sendern versehen werden. Ältere Schüler können die Schildkröten anhand der Satellitensender suchen oder die Anzahl der Samen in einer Kotprobe ermitteln, All diese Dinge geben den Jugendlichen einen tiefen Einblick, wie wichtig die Riesenschildkröten für das ökologische Gleichgewicht ihrer Heimat sind.

 

Mit Ihrer Spende helfen Sie uns die wertvolle Arbeit des GTMEP zu unterstützen und die Zukunft der sanften Riesen auf Galápagos zu sichern

 

Eine Kindergruppe besucht die Riesenschildkröten - Foto: Christian Ziegler/GTMEP
Eine Kindergruppe besucht die Riesenschildkröten - Foto: Christian Ziegler/GTMEP